Marktrückblick November 2021

Im November hat die Volatilität an den Märkten zugenommen. Die meisten Indizes erreichten Mitte des Monats neue Hochs. Nach Bekanntwerden der Omikron-Variante kam es jedoch in der letzten Novemberwoche zu heftigen Rücksetzern. Bitcoin zeigte zudem auch Schwäche, andere Kryptowährungen schlugen sich jedoch angesichts des schwierigen Umfeldes verhältnismäßig gut.

Die Börse hasst Unsicherheiten und genau das kam mit der neuen Virus-Variante. Niemand wusste, wie effektiv die Impfstoffe gegen die neue Variante sind und ob es zu weiteren Unterbrechungen der Lieferketten kommt. Der Dax 40 verlor in der Spitze im November knapp 8%. Die Hälfte des Verlusts wurde jedoch in der ersten Dezemberwoche wieder ausgeglichen. Die Inflationsrate stieg weiter und betrug im November 5,2% im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Mitte November erreichte Bitcoin ein neues Allzeithoch von 69.000 $. Anschließend ging es stetig abwärts, bis es am 4. Dezember zu einem Flash-Crash kam. Der Kurs fiel kurzzeitig auf 42.000 $, erholte sich aber schnell auf 50.000 $. Diese Volatilität ist für Kryptowährungen normal, aber ungewöhnlich ist die Stärke anderer Coins. Normalerweise reißt ein fallender Bitcoin den gesamten Markt mit nach unten, Anleger flüchten dann von Altcoins in Bitcoin und die Dominanz von Bitcoin (Bitcoinmarktwert geteilt durch den Marktwert ALLER Kryptowährungen) steigt. Das konnten wir zum Beispiel im Mai beobachten. Nun zeigt aber vor allem die zweitgrößte Kryptowährung Ethereum extreme Stärke und entwickelt sich prächtig gegenüber dem Bitcoin. Allein am Tag des Flash-Crashes legte Ethereum gegen den Bitcoin um 6% zu. Im Chart ist die Entwicklung des Verhältnisses seit Ende Oktober zu sehen. Die Zeit wird zeigen, wie sich der Sektor entwickelt. Wie so oft ist etwas im Kryptobereich passiert, womit kaum jemand gerechnet hat. Anleger sollten hier genau wie bei Aktien auf Diversifikation achten. Denn welche Kryptowährungen sich langfristig durchsetzen, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt kaum vorhersagen.

Sascha Reinhardt
Marktanalyst unitedWealth Finanzberatung GbR

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Marktrückblick Oktober 2021

Die Finanzmärkte zeigten sich, nach einem schwachen September, im Oktober sehr stark. Viele Indizes stehen momentan auf neuen Allzeithochs, andere sind nah dran. Kryptowährungen zogen mit, Bitcoin erreichte ein neues Hoch am 20.Oktober. Anfang November setzte sich die Rally nach einer Ankündigung der amerikanischen Zentralbank fort.

Laut historischen Daten ist der September im Durchschnitt der schlechteste Monat im Jahr für den Dax. Die mittlere Performance liegt bei -1,75%, zum Vergleich: Im August, dem zweitschlechtesten Monat verliert der Dax im Schnitt nur 0,3%. März und November hingegen schließen laut historischem Schnitt ungefähr 1,5% im Plus. Niemand weiß genau, warum das so ist. Die Daten aus anderen Märkten bestätigen diese Entwicklung seit über 100 Jahren, von einem Zufall kann man keineswegs mehr sprechen. Das letzte Quartal eines Jahres läuft in der Regel sehr gut, danach sieht es auch dieses Jahr wieder aus. Viele Anleger stellen sich die Frage, ob das nicht einfach ausgenutzt werden sollte.

So leicht ist es aber nicht. Zunächst sei gesagt, dass 1,5% für Aktienmärkte an einem Tag möglich sind. Statistiken zeigen, dass wenige sehr gute Tage einen großen Teil der Rendite ausmachen. Diese vorherzusehen ist vorsichtig gesagt eine große Herausforderung. Viel wichtiger ist, sie nicht zu verpassen. Wenn Anleger kurzfristig verkaufen, kann genau das passieren und die eigene Rendite wird erheblich gesenkt. Da globale Aktienmärkte im groben Durchschnitt 7% Rendite pro Jahr erzielen, lohnt sich das saison-bedingte Traden nur, wenn dann auch wirklich mehr als 7% erzielt wird. Steuerliche Aspekte können hier auch wichtig sein. Da es sich um Trading handelt, muss man zusätzlich in der Lage sein, die eigenen Emotionen wie Angst und Gier zu kontrollieren. Entsprechend ist der Prozess recht kompliziert und kostet einiges an Zeit. Die meisten Privatanleger sollten ihre Zeit damit also nicht verschwenden. Die Grundvoraussetzung für gute Ergebnisse ist stets Wissen. Wer also unbedingt eine höhere Rendite ohne enormes Glück erzielen will, der muss Finanzwissen über Jahre sammeln und verstehen. Eine Abkürzung zu schnellem Reichtum führt meistens nicht dahin, wo man hin will.

Sascha Reinhardt
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Marktrückblick September 2021

Im September kam es in nahezu allen Märkten zu starken Rücksetzern. Der Dax 40 verlor beispielsweise 1000 Punkte, dies entspricht ungefähr 6%. Auch Edelmetalle und Kryptowährungen blieben nicht verschont. Eine Reihe von unangenehmen Ereignissen verunsicherte viele Anleger an den Märkten.

Doch was ist eigentlich passiert? Zunächst geriet ein chinesischer Immobilienentwickler in Zahlungsschwierigkeiten. Die Firma Evergrande generiert nicht mehr genug Cash, um fällige Zahlungen zu bedienen. In Summe hat das Unternehmen 300 Milliarden $ Schulden. Ein Ausfall würde, aufgrund des eng vernetzten globalen Finanzsystems, Auswirkungen auf viele Banken haben. Die chinesische Zentralbank fing sofort an, Geld ins System zu werfen. Das soll zumindest eine Kettenreaktion, wie wir sie 2008 gesehen haben, verhindern. Anfang Oktober wurde bekannt, dass weitere chinesische Immobilienkonzerne Schwierigkeiten mit Schulden haben. Das genaue Ausmaß des Problems lässt sich nur schwer einschätzen. Der Immobiliensektor soll schätzungsweise 30% der chinesischen Wirtschaft umfassen. Auch viele westliche Banken haben Kredite in China vergeben. Unsicherheit und drohende Krisen führen in der Regel zu niedrigeren Kursen.

Knappheit hat im September zu einem rasanten Anstieg des Ölpreises geführt. Vom 1. September bis zum 4. Oktober stieg der Ölpreis um 15%. Produzenten haben im Rahmen der Krise die Kapazitäten reduziert, u.a. aufgrund der temporär geringen Nachfrage und dem niedrigen Preis. Durch die schnelle Erholung wurde die Nachfrage unterschätzt und es kommt zu Preissprüngen. Öl wird bei der Herstellung vieler Produkte wie Verpackungen und Textilien verwendet. Viele Unternehmen sind darauf angewiesen. Steigende Ölpreise senken die Gewinne dieser Unternehmen. Des Weiteren bewirken sie eine höhere Inflation. Benzin, Verpackungen und Textilien sind schließlich ein wichtiger Bestandteil von dem, was Konsumenten regelmäßig kaufen. Zusätzlich wird im Winter viel Heizöl nachgefragt. Ohne Rücksetzer im Ölpreis wird die Inflation weiterhin wie erwartet höher ausfallen.

Die Entwicklungen zeigen wieder einmal, dass Diversifikation ein wichtiges Instrument für die meisten Anleger ist. Auch wenn der Markt sich schlecht entwickelt, gibt es oft einige Sektoren, welche die Kursverluste reduzieren. In diesem Monat waren das beispielsweise Ölproduzenten. Mit einem gut diversifizierten Portfolio lassen sich solche Entwicklungen gut abfedern.

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Marktrückblick August 2021

Die westlichen Börsen zeigten sich im August weiterhin freundlich. Europäische und amerikanische Indizes erreichten neue Hochs. Kryptowährungen zeigten sich angeführt von einem steigenden Bitcoin sehr stark. Lediglich chinesische Werte schwächelten im August aufgrund der anhaltenden schlechten Stimmung.

Die Inflationsraten befinden sich in einem starken Aufwärtstrend. Das statistische Bundesamt hatte am 11. August die Inflationszahlen für den Juli veröffentlicht. Mit einem Preisanstieg von 3,8% gegenüber dem Juli 2020 fielen diese, wie erwartet, äußerst hoch aus. Bei meiner Suche nach einer höheren Inflationsrate bezogen auf den Vorjahresmonat musste ich in der Tabelle des statistischen Bundesamtes bis in das Jahr 1993 zurückreisen.

Zu den hohen Rohstoffpreisen kommen Unterbrechungen der Produktions- und Lieferketten hinzu. Für viele mag die Pandemie kaum noch sichtbar sein, in Ländern wie Vietnam müssen dennoch Fabriken wegen Corona-Fällen schließen. Diese schwer vorhersehbaren Ausfälle beeinflussen Fahrpläne von Containerschiffen und andere Teile der Transportwege. Viele Unternehmen sind aufgrund ihrer wirtschaftlichen Lage gezwungen, die Preise weiterzugeben.

Die hohe Inflation ist am Ende der Weg, die Krise zu bezahlen. Die Steuern wurden trotz der vielen staatlichen Maßnahmen nicht erhöht, man hat sich für mehr Schulden entschieden. Entsprechend bezahlt jetzt jeder die Krise, der Liquide Mittel oder in Euro nominierte Vermögenswerte (z.B. Anleihen) besitzt. Der deutsche Staat zahlt quasi auf seine Schulden keine Zinsen und kann diese mit einer hohen Inflationsrate langsam entwerten. Problematisch daran ist, dass die Kluft zwischen Arm und Reich dadurch noch größer wird. Denn reiche Menschen halten den Großteil ihres Vermögens in Immobilien, Aktien oder anderen Vermögensgegenständen, welche Inflationsgeschützt sind. Arme Menschen hingegen halten ihr Geld häufig nur auf dem Girokonto. Die Krise so zu bezahlen, ist für die Politik der Weg des geringsten Widerstands. Es kann sich ja keiner beschweren, dass er oder sie mehr Steuern zahlen muss.

Sascha Reinhardt
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Marktrückblick Juli 2021

Im Juli setzten sich die Turbulenzen an den chinesischen Aktienmärkten fort. Die Bewertungen brachen weiter ein, nachdem die Regierung mit unangenehmen Regulierungen gedroht hat. Die europäischen und amerikanischen Märkte stiegen weiterhin leicht. Die Kryptowährungen zeigten sich überraschend stark mit einer gewaltigen Gegenbewegung am Ende des Monats.

Zunächst soll es um die chinesischen Aktien gehen. Begonnen hat der Ärger letztes Jahr mit dem Verschwinden des Gründers von Alibaba, dem Amazon Chinas. Er hatte sich kritisch gegenüber dem Vorgehen der Behörden geäußert. Anschließend verhinderten Aufsichtsbehörden den Börsengang einer Alibaba-Tochter und ordneten Strafzahlungen wegen „monopolistischen Verhalten“ an. Danach gerieten weitere Unternehmen in die Schusslinie. Videospiele wurden als „geistiges Opium“ bezeichnet und man warf Konzernen vor, die Jugend zu vergiften. Des Weiteren signalisierte man, dass Bildung eine staatliche Aufgabe ist. Entsprechend wurden die Unternehmen im Bildungssektor massiv abgestraft, immerhin drohte das Ende ihres Kerngeschäfts. Die chinesische Regierung ist wohl der Meinung, dass sich der Kapitalismus verselbstständigt hat und die Kontrolle zurückgewonnen werden muss. Meine Vermutung ist, dass man hauptsächlich an den Nutzerdaten der Unternehmen interessiert ist. Das Kaufverhalten und genaue Daten über diverse Onlineaktivitäten jedes Bürgers haben für ein autoritäres Regime einen sehr hohen Wert.

Die günstigen Bewertungen sind aber auch eine Chance. Langfristig wird weiterhin ein hohes Wachstum erwartet und die Unternehmen sind größtenteils bereits sehr profitabel. Problematisch für Investoren ist das Misstrauen der amerikanischen Aufsichtsbehörden gegenüber den chinesischen Jahresabschlüssen. Die Chinesen sind nicht gerade für ihre hohe Transparenz bekannt. Im schlimmsten Fall könnten chinesische Aktien von den amerikanischen Börsen verbannt werden. Das würde zwar nichts am betrieblichen Ergebnis ändern, die Kurse würden trotzdem für eine Weile leiden. Der chinesische Markt ist äußerst riskant. Aber es winken auch höhere Renditen für Anleger, sollte sich die Situation beruhigen. Investoren mit einer hohen Risikobereitschaft können jetzt durchaus einen guten Deal machen. Das setzt aber voraus, dass sie Risiken genau im Blick haben und in der Lage sind, einzelne Unternehmen zu beurteilen. Unerfahrenen Anlegern ist prinzipiell davon abzuraten, mit Einzeltiteln zu spekulieren.

Sascha Reinhardt
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Marktrückblick Juni 2021

Der Juni war durch eine gute Entwicklung der Tech-Werte geprägt. Der Nasdaq 100 Index erreichte neue Allzeithochs und zog damit auch den gesamten Markt mit nach oben. Die Tech-Werte legten ca. 8% zu, europäische Aktien hingegen bewegten sich kaum. Der Euro verlor ebenfalls an Wert gegenüber dem Dollar. Für deutsche Investoren mit amerikanischen Aktien war das also ein sehr guter Monat.

Heute soll es an dieser Stelle um die Bewertung von Aktien gehen. Viele Anleger fragen sich, warum bestimmte Aktienkurse fallen oder steigen. Das lässt sich oft auf bestimmte Nachrichten zurückführen, aber warum lösen bestimmte Nachrichten so extreme Kursbewegungen aus? Kurzfristig spielt die Psychologie der Marktteilnehmer eine große Rolle. Panik und Euphorie können die Kurse schnell in eine Richtung bewegen. Aber wovon hängt es ab, wohin Kurse langfristig laufen? Vereinfacht gesagt, zählt hauptsächlich wie viel Geld das Unternehmen in Zukunft verdient. Denn mit dem Kauf der Aktie hat man Anspruch auf die zukünftigen Gewinne. Abgesehen von den aktuellen Vermögenswerten des Unternehmens zählt also, was in Zukunft verdient wird. Ich möchte hier niemanden mit mathematischen Modellen langweilen, auch wenn diese bei Investitionen in einzelne Aktien genutzt werden sollten. Vereinfacht gesagt, nimmt man alle zukünftigen Gewinne und zinst sie auf den heutigen Tag zurück. Dann erhält man einen Wert für die Aktie. Problem ist, dass niemand so genau in die Zukunft schauen kann. Man muss die Zahlen also alle schätzen, um ein Ergebnis zu bekommen. Immer wenn eine Nachricht veröffentlicht wird, die diese Schätzungen verändert, bewegt sich in der Regel auch der Kurs. Geringe Veränderungen von Wachstumsraten können für viel Bewegung sorgen, weil diese Zahlen in den Exponenten der Gleichungen stehen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es relativ kompliziert ist, die Kursbewegungen einzelner Aktien genau zu verstehen und die richtigen Einstiege zu treffen. Man kann Glück haben, aber niemand sollte sich darauf verlassen, jahrelang Glück zu haben. Einsteiger sollten deshalb zunächst ETFs nutzen, dafür benötigen sie viel weniger Wissen und können trotzdem gute Renditen erzielen. Wer dennoch einzelne Aktien kaufen möchte, sollte das langsam angehen und versuchen, sich ständig neues Wissen anzueignen. Ohne Arbeit und Wissen schnell reich werden funktioniert nur mit sehr viel Glück, da unterscheidet sich die Börse nicht von anderen Lebensbereichen.

Sascha Reinhardt
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Marktrückblick Mai 2021

Der Mai 2021 war durch Turbulenzen an den Kryptomärkten gekennzeichnet. Eine Abverkaufswelle sorgte dafür, dass der Kurs alleine diesen Monat über 30% fiel. Die Aktienmärkte blieben weiterhin ruhig und setzten ihren Aufwärtstrend fort. Die Inflation ist inzwischen bei Verbrauchern angekommen und macht einigen Branchen wie dem Baugewerbe schwer zu schaffen. Materialknappheit betrifft aber nahezu alle Sektoren, beispielsweise herrscht seit geraumer Zeit ein Mangel an Chips. Autobauer haben deshalb Schwierigkeiten, die Produktion auf ein normales Niveau zu bringen.

Es gibt viele Diskussionen darüber, weshalb die Kryptomärkte einen solch starken Einbruch verzeichneten. Manche behaupten, es läge nur an einem Tweet von Elon Musk oder wittern eine Verschwörung von Großanlegern. Grundsätzlich muss man aber sagen, dass Finanzmärkte viel zu kompliziert für solche einfachen Thesen sind und in der Regel hunderte Faktoren gleichzeitig den Preis eines Vermögenswertes beeinflussen können. Sicher mag es Anleger geben, die aufgrund eines Tweets verkaufen. Diese Vorgehensweise wird auf längere Sicht nicht viel Erfolg mit sich bringen und man kann davon ausgehen, dass hauptsächlich unerfahrene Investoren so handeln. Viele Indikatoren haben auf eine vorläufige Überhitzung des Marktes hingewiesen. Man könnte sagen, der Tweet von Elon Musk war lediglich das Streichholz, aber der Wald war bereits durch eine 3-monatige Dürre ausgetrocknet. Hätte man das Streichholz nicht benutzt, so hätte im nächsten Monat wahrscheinlich jemand aus Versehen eine Zigarette weggeworfen.

Wie sollten Anleger also vorgehen? Kurzfristiges Spekulieren gelingt einer sehr geringen Gruppe von Anlegern. Dabei handelt es sich meistens um die sehr erfahrenen Anleger mit viel Zeit. Normale Leute sollten die Finger davon lassen, wer mit einem geringen Wissensstand Trading betreibt, verliert fast immer viel Geld. Man muss sich also auf längere Zeiträume fokussieren. Kryptowährungen erfordern starke Nerven. Vor der Investition sollte Anlegern bewusst sein, dass drastische Verluste in kurzen Zeiträumen auftreten können. Wer damit emotional nicht umgehen kann, sollte von dem Kauf absehen. Es handelt sich um Vermögenswerte, mit denen langfristig Gewinne erzielt werden können. Die Einstellung, man könne sich damit schnell etwas „dazuverdienen“ führt meistens zu leeren Taschen.

Sascha Reinhardt
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Marktrückblick April 2021

Die Aktienmärkte zeigten sich im April weiterhin freundlich. Die meisten der großen Indizes verzeichneten geringe Anstiege und notieren entweder auf oder in der Nähe ihrer Allzeithochs. Während es beim Bitcoin-Kurs einige Rücksetzer gab, konnte sich der Goldpreis wieder leicht erholen. Andere Kryptowährungen sind nach wie vor volatiler und haben sich teilweise vom Bitcoin-Kurs abgekoppelt. Ethereum beispielsweise gelang in diesem Zeitraum fast eine Kursverdopplung.

Eine Entwicklung an den Märkten ist allerdings sowohl für Anleger als auch Nichtanleger relevant. In den vergangenen Monaten kam es zu einem rasanten Anstieg der Rohstoffpreise. Sämtliche Industriemetalle gewannen stark an Wert, der Kupferpreis beispielsweise hat im April wieder zweistellig zugelegt. Auf ein Jahr betrachtet hat er sich verdoppelt. Auch Agrarrohstoffe wie Weizen und Holz sind im Preis gestiegen. Holz gilt als Extremfall mit einem Kursanstieg von 400 % im letzten Jahr.

Die Pandemie hat zu Schwierigkeiten in den Lieferketten geführt und die Nachfrage nach einigen Rohstoffen zunächst stark reduziert. Produzenten hatten nicht mit einem so hohen Anstieg der Nachfrage gerechnet. Mittlerweile haben Unternehmen Schwierigkeiten, die benötigten Rohstoffe zu beschaffen. Man kann davon ausgehen, dass Unternehmen die hohen Preise an ihre Kunden weitergeben müssen. Viele Firmen wurden bereits durch die Pandemie unter Druck gesetzt und haben wenig Spielraum bei der Preissetzung. Auch wenn die Impfungen in den Industrienationen gut vorankommen, sieht das in vielen Ländern mit geringerer Wirtschaftsleistung anders aus. Oft sind wir aber auf die Rohstoffe dieser Länder angewiesen. Die geringen Lohnkosten haben viele Unternehmen dazu verleitet, die Fertigung auszulagern. Wenn also der Lockdown in den westlichen Ländern beendet ist, bedeutet das nicht, dass alle Lieferketten wieder ohne Schwierigkeiten funktionieren.

Es gibt viele Faktoren, die eine höhere Inflation ankündigen. Wir könnten Preisanstiege sehen, die bisher unvorstellbar waren. Das würde vor allem Menschen mit geringen Einkommen treffen, weil deren Löhne nicht in gleichem Maße ansteigen werden. Wohlhabendere Menschen haben bisher von steigenden Preisen bei Vermögensgegenständen profitiert. Lediglich eine gut durchdachte Anlagestrategie kann vor Inflation schützen. Es bleibt abzuwarten, wie die Politik mit dem Problem umgeht. Es besteht sogar die Möglichkeit, dass wir erstmals seit Jahren wieder höhere Zinsen sehen, um die Inflation zumindest teilweise unter Kontrolle zu bekommen.

Sascha Reinhardt
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Marktrückblick März 2021

Im März zeigten sich die Aktienmärkte weiterhin freundlich. Besitzer eines ETFs auf den MSCI World konnten sich über mehr als 2% Rendite freuen. Interessant ist aber, woher die Rendite kam. Während sich die Technologie-Aktien noch von ihrem Rücksetzer Ende Februar bzw. Anfang März langsam erholten, konnten Werte aus der klassischen Wirtschaft rasant zulegen. Der Dax 30 sprang von seinem Allzeithoch bei 14000 Punkten auf 15000 innerhalb dieses Monats. Das sind über 7% Rendite in nur 30 Tagen.

Dazu vielleicht ein kleiner Ausflug bezüglich der Kategorisierung von Aktien. Man unterscheidet grob zwischen Value- und Growth-Aktien. Erstere zeichnen sich durch hohe Profitabilität und etablierte Marktpositionen aus. Bei einer Value-Strategie versuchen Investoren, solide Unternehmen für einen geringen Preis zu erwerben. Die Idee ist, dass sich erfolgreiches Wirtschaften im Unternehmen früher oder später im Aktienkurs, bzw. der Dividende widerspiegeln muss. Ein Beispiel dafür ist die klassische deutsche Autoindustrie. Growth-Aktien hingegen legen den Fokus auf starkes Wachstum. Man versucht, den Umsatz möglichst schnell zu steigern. Profitabilität kann dabei nebensächlich sein, die Unternehmen sind oft jung und konzentrieren sich auf die Expansion. Man erwartet dann in der Zukunft viel höhere Gewinne, nachdem die Märkte für das entsprechende Produkt erschlossen wurden. Tesla ist eine klassische Growth-Aktie. Investoren erwarten für die nächsten Jahre viel Expansion und sind bereit, dafür jetzt schon viel Geld zu zahlen.

Der Übergang ist fließend und meistens lassen sich Unternehmen nicht genau zuordnen. Denn viele Unternehmen sind recht profitabel und schaffen es trotzdem, verhältnismäßig schnell zu wachsen. In den letzten Jahren waren hauptsächlich Wachstumsaktien gefragt. Dazu gehören die meisten Tech-Werte. Aktien wie Amazon, Apple und Tesla machten viele Investoren reich. Seit Beginn dieses Jahres zeichnet sich jedoch ein Trendwechsel ab. Value-Aktien kommen wieder in Mode. Das liegt unter anderem an den steigenden Zinsen. Profitable Unternehmen haben kaum Schwierigkeiten, größere Zinslasten zu tragen. Die amerikanische Großbank JPMorgan Chase hatte bereits Ende letzten Jahres angekündigt, von einer Growth-Strategie zu einer Value-Strategie zu wechseln. Die meisten Investoren müssen sich aber keine Sorgen um solche Entwicklungen machen. Ein gut diversifiziertes Portfolio enthält sowohl Value- als auch Growth-Aktien und liefert in allen Marktphasen gute Ergebnisse.

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Marktrückblick Februar 2021

Die Märkte setzten ihren Aufwärtstrend im Februar fort. Man könnte fast von einer Wiederholung des Januars sprechen. Die erste Hälfte des Monats verlief relativ ruhig, gegen Ende gab es einige Rücksetzer in den Kursen. Diese wurden innerhalb einer Woche wieder aufgekauft. Der Dax 30 erreichte ein neues Allzeithoch bei 14170 Punkten am 3. März. Die Kryptomärkte erreichten neue Höhen, nachdem Tesla ankündigte, für $1,5 Mrd. Bitcoin zu erwerben. Anschließend gab es wie im Januar eine Korrektur. Die hohe Volatilität macht vielen Anlegern weiterhin zu schaffen.

Die Kursverluste gegen Ende des Monats sind auf einen sprunghaften Anstieg der Zinsen zurückzuführen. Genau genommen handelt es sich um die Zinsen von langjährig laufenden amerikanischen Staatsanleihen. Steigende Zinsen wirken auf zwei Wegen negativ auf die Kurse. Einerseits werden festverzinsliche Anlagen attraktiver, andererseits haben Unternehmen höhere Kosten bei der Finanzierung. Die Zentralbanken haben zwar einen Leitzins von 0% oder weniger festgelegt, dennoch gilt das nur für kurzfristige Einlagen. Über die Zinsen von Krediten mit hohen Laufzeiten haben die Zentralbanken nur indirekt die Kontrolle. Der Markt entscheidet letztendlich, wie hoch dieser Zins ist. Die steigenden Rohstoffpreise in den letzten Monaten sind ein erstes Anzeichen größerer Inflation. Kupfer beispielsweise ist bereits 50% teurer als vor der Coronakrise. Wenn Investoren über längere Zeiträume Geld verleihen, spielt Inflation eine große Rolle. Sie erwarten dann einen höheren Zins, weil die steigende Inflation die Kaufkraft der zukünftigen Zahlungen verringert.

Auch der Ölpreis hat sich wieder von der Krise erholt. Verbraucher sollten in diesem Jahr mit steigenden Preisen rechnen. Diese Entwicklung bedeutet aber auch, dass Rücklagen auf dem Girokonto weiter an Wert verlieren. Selbst wenn die Zentralbanken den Zins wieder anheben, wird das nicht den Anstieg der Inflation ausgleichen. Langfristig kann man sein Vermögen nur mit Sachanlagen wie Aktien und Immobilien erhalten oder steigern. Heutzutage kann Altersvorsorge ohne diese Möglichkeiten nicht mehr effizient betrieben werden. Wir raten deshalb jedem, sich zu informieren und Möglichkeiten zur Geldanlage zu nutzen.

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